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RIPPERTON "NIWA" Album Releasetour
Lifestyle | 14.12.2009 - 21:55:39
Endlich ist es soweit – das erste Soloalbum von Ripperton wird im Januar 2010 veröffentlicht.
„Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“, dachte sich da auch Joris Voorn, der beschloss das Ding jetzt auf Green Records, seinem eigenen, völlig unverbrauchten Nährboden zu pflanzen. Eine gute Entscheidung...
Bekannt ist Ripperton ja bereits durch herausragenden Tracks und Remixe auf Labels wie Ovum, Rekids, Dessous oder seinem eigenem Label Perspectiv und selbstverständlich erinnert sich noch jeder an sein Projekt Lazy Fat People aus dem Jahre 2006/2007 mit dem er nur 5 EP`s veröffentlicht hat, ihm aber den internationalen Durchbruch verschaffte.
Und die Zeit, die Ripperton tatsächlich für die Entstehung seines ersten Albums aufbrachte, der Wachstumsprozess, der die einzelnen Ideen langsam wachsen ließ, ist hinter jedem der Stücke verzeichnet. Frühling, Sommer, Herbst, Winter. Beginnend im Sommer 2007 erscheint jeder Song als Resultat eines Lebensabschnitts, jeder Sound ein Kind seiner Zeit. Jahre in Musik als harmonisches Ganzes, bei dem sich Ende und Anfang ihrer Natur gemäß wieder finden und ineinander verschränken. Die Fragilität, das sensible Gleichgewicht dieser Einheit bleibt jedoch bis in den letzten Song spürbar. Christina Wheeler fragt in „Solastalgia“ nach einem ungewissen Morgen und das Klavier verklingt, um schließlich in einem letzten Field Recording, einem Moment ungefilterter Lebenswelt aufgelöst zu werden. Das Klicken der Aufnahmetaste. Das Schließen des Fensters. Das Wachsen des Gartens.
Es ist ein besonderes Album geworden. Ein Album, das nichts mit dem Gleichklang des gegenwärtigen House Revivals zu schaffen hat. Ein Album für den Raver mit Herz, der die Afterhour gerne auch mal im Freien mit einem Gänseblümchen im Haar verbringt, für die Rosseaus des Techno, für die Schornsteinfeger Detroits, für die Hirten Lausannes, für den naturverbundenen Großstadtmenschen, für den Nostalgiker, der Jack niemals aufgab, für den einsamen Jungen mit der Gitarre, der irgendwann herausfinden musste, dass alles was ihm fehlte ein anständiger Beat war. Ein Album für die Kulturpessimisten, die dachten, mit Minimal seien die Klippen der Welt erreicht. Ein Album für Botaniker, die wissen, mit welcher Musik ihre Pflänzchen sich strecken. Ein Album, wie es viel zu wenige gibt. Auf CD noch hörbarer. Auf Vinyl noch tanzbarer. Ripperton hat sich selbst vertont und er klingt wirklich verdammt gut. Verdammt catchy und nie zu gefällig.
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