Achtung! Du benutzt einen 8 Jahren alten Browser!!! Diese Browser stellt ein hohes Sicherheitsrisiko dar, außerdem werden viele neue Internetseiten nicht ordnungsgemäß dargestellt! Wir empfehlen dringends ein neuen Internetbrowser zu installieren!
ADAM LAMBERT"Glam Nation Tour 2010" @ Postbahnhof Berlin
Konzerte | Beginn: 15.11.2010 20:00 Uhr@Postbahnhof, Berlin
15.11.10
ADAM LAMBERT auf "Glam Nation Tour 2010"
im Berliner Postbahnhof
Beginn: 21 Uhr, Einlaß: 20 Uhr
VVK: 19 Euro, Tickethotline: 030 780 99 810, www.trinitymusic.de, VVK-Start: Freitag 11.09.10
Der amerikanische Shootingstar kommt erstmals auf Deutschlandtour. Im Gepäck hat er sein vielfach ausgezeichnetes Debutalbum "For Your Entertainment" mit dem Über-Hit "Whataya want from me". Im Oktober erscheint die neue Single "If I Had You".
Adam Lambert hatte ganz klare Vorstellungen, als es an die Aufnahme seines Debütalbums ging. „Ich wollte, dass es Dance wird. Ich wollte, dass es Pop wird. Ich
wollte, dass es international wird. Ich wollte wirklich eine neue Art von Glam-Pop schaffen. Ich wollte kein zusammenhängendes Album machen, da das nicht meiner
Persönlichkeit entspricht. Ich wollte, dass es von allem etwas enthält, genau wie die Musik, die ich selbst höre. Ich wollte, dass für jede Stimmung, in der man sich das
Album anhört, etwas dabei ist.“
„For Your Entertainment“ wurde genau das Album, das Adam machen wollte. „Es ist sehr vielseitig“, sagte er dem People Magazine gegenüber. „Es gibt Hymnen,
es gibt Songs, die dich zum Tanzen bringen, Songs, bei denen du dich sexy fühlst und Songs, die dich hoffentlich berühren, mit emotionalen, einfühlsamen,
tiefgehenden Texten.“
Die Aufnahmen begannen noch bevor Adam im letzten Sommer auf die „American Idols Live“-Tour ging. Vor der Tour schrieb er einen Monat lang an Songs
und während der Tour arbeitete er an einem Konzept für das Album und hörte sich Demo-Bänder an. „Das Coole war, dass wir viele Songs von Demo-Bändern
genommen und sie weiterentwickelt haben. Wir haben versucht, sie so zurechtzuschneiden, dass sie zu der Stimmung passen, die ich auf dem Album
einfangen wollte“, sagte Adam dem Rolling Stone.
Das Album beginnt mit einer Liebeserklärung – an die Musik. „Music Again“ wurde von Justin Hawkins geschrieben und von Rob Cavallo produziert. „Justin war
Sänger und Gitarrist bei The Darkness. Er hat einen großartigen musikalischen Blickwinkel“, sagt Adam. „Wir haben den Gesang in den Capitol Studios in Hollywood
aufgenommen. Es war ein Ehre dort zu arbeiten.“ Adam sagt, dass das klassische Rock-Riff des Songs von Bands wie Queen und The Sweet beeinflusst wurde. Der
Song soll sexy sein und Adams Sinn für Humor darstellen. „Er soll ein wenig kitschig sein“, sagte er dem Rolling Stone und fügt hinzu, dass der Song eine Botschaft an
seine Fans ist. „Deshalb steht er auch am Anfang des Albums. Als eine Art Intro, das sagt ‚Willkommen in meiner Welt.’“
Das zweite Stück des Albums ist der Titelsong „For Your Entertainment“, geschrieben von Claude Kelly und Lukasz Gottwald (besser bekannt als Dr. Luke,
der den Song auch produziert hat). „Der Text ist etwas schlüpfrig und zweideutig“, sagt Adam. „Der Song hat diesen pochenden Basslauf, der perfekt ist um dazu im
Club zu tanzen oder ihn bei einer Party aufzulegen oder um dich aufzustylen.“ Adam hat Recht – der Track ist in die Top5 der Billboard Hot Dance Club Play Charts
eingestiegen. Adam vergleicht den Song mit „Willkommen“ aus „Cabaret“, weil „er aussagt, dass ich eine Show hinlegen werde und weil er meine Einflüsse aus dem
Musiktheater herausbringt. Ich wollte den Song als erste Single, weil er eine tolle Einführung ist.“
Als nächster Song des Albums folgt „Whataya Want From Me“, geschrieben von Pink, Max Martin und Shellback – dem gleichen Team, das auch Pinks
Nummer1-Hit „So What“ komponiert hat – und produziert von Martin und Shellback. „Ich bin ein großer Fan von Max Martin und auch ein großer Fan von Pink“, sagt
Adam. „Sie wollte den Song ursprünglich für ihr Album. Ich hatte das große Glück, ihn direkt von Pink zu bekommen.“ Der Song hat für Adam zwei Bedeutungen. „Es
geht um diesen Moment in einer Beziehung, wenn du versuchst herauszufinden, wofür dein Herz schlägt. Es ist auch eine Botschaft an meine Fans, die Öffentlichkeit
und die Medien: ‚Whataya want from me – was wollt ihr von mir, ich gebe mein Bestes.’“ Adam sagt, dass er es genießt, mit dem Song aufzutreten. „Ich liebe den
Groove, ich liebe den Gesang.“ „Whataya Want From Me“ ist bislang der größte Hit des Albums, mit Charterfolgen in verschiedenen Hitlisten, darunter in den
Mainstream Top 40 und in den Adult Top 40.
Der vierte Song des Albums ist „Strut“, geschrieben von Adam mit Kara DioGuardi und Greg Wells und produziert von Wells. „Unsere Inspiration für den
Song war Glam Rock“, sagt Adam, der mit Kara vor dem Schreiben des Songs wieder und wieder Gary Glitters „Rock And Roll Part 2“ angehört hatte. „Er hat die
gleiche rhythmische Grundlage wie ‚For Your Entertainment’, weil wir noch einen weiteren Song haben wollten, der auf diesem Glam-Rock-Gefühl aufgebaut ist. Er
hat diese alten Glam-Rock-Wurzeln aus den 70ern, aber Greg hat sie mit vielen elektronischen Komponenten zeitgemäß gemacht. „Im Text geht es um
Selbstbestimmung“, erklärt Adam. „Es geht darum, deine eigene Gangart zu wählen, deinen eigenen Stil – darum, dich in deiner Haut wohl zu fühlen. Sobald dir das
gelungen ist, hast du den ersten Schritt bei der Suche nach Glück und Liebe geschafft.“
Der nächste Albumsong ist „Soaked“, geschrieben von Matthew Bellamy von Muse, einer von Adams Lieblingsbands. Adam sang die Muse-Version von Anthony
Newleys und Leslie Bricusses „Feeling Good“ in der letzten „American Idol“-Staffel. „Muse klingen anders als alle anderen Bands“, sagt Adam. „Für mich geht es in
‚Soaked’ darum betrunken zu werden. Es gibt viele Leute, die gewohnheitsmäßig in Bars gehen und die Liebe suchen. Eine Bar ist aber ein schwieriger Ort, um eine
echte Verbindung herzustellen, und darum geht es in dem Song. Darum, einsam und leer zu sein und jemanden zu suchen, der die Leere emotional füllt, und darum, dass
es nicht wirklich möglich ist, so jemanden zu finden. Die Hauptaussage ist die Zeile ‚Your soul will be OK’. Das ist kein negativer, mitleiderregender Text. Die Aussage
ist, ‚Du wirst zwar nicht finden, wonach du suchst, aber es wird alles gut.’ Das ist tröstend. Mir gefällt die Melodie und der Gesang – sehr theatralisch.“
Rob Cavallo produzierte „Soaked“ und auch den nächsten Song „Sure Fire Winners“, geschrieben von David Gamson, Alexander James und Oliver Leibner. „Ich
habe den Song als Demo bekommen und der Text gefiel mir wirklich – er hat so viel Haltung“, sagt Adam. „Rob Cavallo hat dem Song einen modernen, fast schon
HipHop-artigen Beat verliehen. Dann setzt dieser großartige Gitarrenrock ein und macht den Song zu einer echten Hymne. Er bringt aktuelle Musik mit klassischem
Rock zusammen. Die Bridge ist der absolute Höhepunkt. Ich liebe es, sie zu singen. Der Song ist definitiv eine Hymne zur Selbstbestimmung für jeden, der sich ein wenig anders und besonders fühlt.“
Der siebte Song ist „A Loaded Smile“, geschrieben und produziert von Linda Perry. „Ich bin ein großer Fan von ‚What’s Up’, einem Song den sie gemacht hat, als
sie in der Band 4 Non Blondes war“, sagt Adam. „Als ich über Produzenten nachdachte, mit denen ich arbeiten wollte, wandte ich mich an sie. Ich bin so ein
großer Fan, also habe ich mich riesig gefreut als sie mit mir arbeiten wollte. Wir haben uns getroffen und über die Richtung gesprochen, in die ich gehen wollte. Ich
liebe an Linda, dass sie alle Trends in der Popmusik ignoriert und ihr eigenes Ding durchzieht. Davor habe ich Respekt. ‚A Loaded Smile’ ist so schön und hat diese
Glam-Empfindsamkeit. Wir haben den Song ganz oben in meinem Stimmumfang, in der Kopfstimme, aufgenommen, und das ist eine nette Abwechselung zu den
Tonarten der anderen Songs des Albums. Wenn ich den Song höre, kann ich mich selbst langsam durch das Weltall schweben sehen.“ Adam stellt klar, dass der Text
widersprüchlich ist, was ihm gefällt. „Es gibt zwei verschiedene Interpretationen“, sagte er dem Wall Street Journal gegenüber. „Bei der einen geht es um zwei
Menschen in einer Beziehung und um das, was in ihren Köpfen vor sich geht, wenn sie zusammen sind. Ein Partner genießt jeden Moment und ist glücklich, während
der andere sich leer und unbefriedigt fühlt. Die andere Interpretation ist, dass es sich nur um eine Person handelt, die in ihrem Kopf über eine Beziehung nachdenkt, hin
und her... Es ist emotional kompliziert, was den Song zu etwas ganz Besonderem macht.“
„If I Had You“, das achte Stück des Albums, wurde von Max Martin, Shellback und Savan Kotecha geschrieben und von Martin und Shellback produziert. Das
schwedische Team hat den Text extra auf Adam zugeschnitten: „Got the eyeliner and the right amount of leather.“ Adam sagt, dass der Song herausbringt, worum es
ihm wirklich geht: Freude. „Der Song ist wirklich cool, fröhlich und schnell.“ Adam mag es, in dem Song über das Leben eines Rockstars zu singen, aber er schätzt
auch, dass der Text eine Wendung hat. „Im Refrain heißt es, dass nichts von allem irgendetwas bedeuten würde, wenn ich dich nicht hätte, wenn ich keine Liebe in
meinem Leben hätte. Also ist die Botschaft gut... und der Song ist toll zum Tanzen. In der Bridge setzen alle Gitarren ein und plötzlich ist alles wie in einem langhaarigen
80er-Jahre-Metal Song, so lustig und so kitschig.“
Als nächstes folgt „Pick U Up“, von Adam gemeinsam mit Rivers Cuomo von Weezer und Greg Wells geschrieben und von Wells produziert. Cuomo schrieb den
Song für seine eigene Band. Als er nicht rechtzeitig für das Album „Raditude“ fertig war, wollte Cuomo ihn auf die nächste Weezer-CD bringen. Stattdessen arbeitete er
schließlich mit Lambert zusammen, der die Melodie änderte und einige neue Textzeilen hinzufügte. Cuomo, der sagt, dass „Pick U Up“ von allen Songs, die er
geschrieben hat, eines seiner Lieblingslieder ist, behauptet, dass die Produktion von so ziemlich allem inspiriert wurde – von ABBA und Donna Summer bis hin zu
Rammstein. Cuomo sagte MTV gegenüber, dass Adam „die außergewöhnlichste Stimme hat. Ich versuche mich davon zu überzeugen, dass ich zu meinen besten
Zeiten genau diese Stimme selbst habe, aber natürlich bin ich nicht einmal annähernd so großartig.“
Auf „Pick U Up“ folgt „Fever“, geschrieben von Lady Gaga und Jeff Bashker und produziert von Bashker. Lady Gaga ist eine von Adams aktuellen
Lieblingskünstlern. Also ist es keine Überraschung, dass er den neuesten weiblichen Pop-Superstar um einen Song anflehte. „Sie hat ihn vor Jahren geschrieben, aber ihr
Original-Demo klang ganz anders“, sagt Adam. „Der Song kam in allerletzter Minute und wir nahmen ihn zusammen auf. Sie war im Studio und es war so aufregend. Wir
hatten einen Riesenspaß.“ Adam sagt, dass man den Song nicht groß erklären muss. „Es geht darum, groovy zu werden... Die Stimmung ist discoartig und ich hatte
das Gefühl, dass sie mich immer wieder an meine Gesangsgrenzen gestoßen hat. Sie sagte immer ‚Noch verrückter! Mach es wilder!’ Wir haben in diesem Song
wirklich den Geist des Rock ’n’ Roll eingefangen.“ Der elfte Track auf „For Your Entertainment“ ist „Sleepwalker“, geschrieben von Ryan Tedder von OneRepublic, Aimee Mayo und Chris Lindsey. Tedder, der den Song auch produzierte, hatte vor der achten Staffel noch niemals „American Idol“ gesehen, obwohl er mit einigen der Kandidaten aus den vergangenen Staffeln zusammengearbeitet hat und auch im Finale der siebten Staffel aufgetreten ist. Seine Reaktion auf Adam? „Mann, dieser Typ ist durchgeknallt. Es ist unglaublich!“ Adam flog nach Denver um mit Ryan an „Sleepwalker“ zu arbeiten. Der nächste Song ist „Aftermath“, der für Adam von allen Songs auf „For Your
Entertainment“ die größten Parallelen zu „American Idol“ hat. Adam schrieb den Song mit Alisan Porter, Ferras und Prince Ben. Howard Benson produzierte ihn. Im
Text geht es darum, mit seinen eigenen Dämonen umzugehen. „Er hat eine allgemeingültige Botschaft“, sagt Adam. „Es kann um ein Coming-Out gehen, es
kann um Selbstakzeptanz gehen. Darum, seine Chance zu ergreifen, echt zu bleiben und dem zu folgen, was du in deinem Herzen fühlst...auch wenn es einem Angst
macht und auch wenn die Leute es vielleicht nicht mögen werden“, sagte Adam dem Rolling Stone. „Der Song ist noch eine Hymne der Selbstbestimmung.“
Der vorletzte Song des Albums ist „Broken Open“ von Adam mit Greg Wells und Evan Bogart geschrieben und von Wells produziert. Adam sagt, dass von allen
Songs auf „For Your Entertainment“ dieser die größte emotionale Tiefe hat. Der Text basiert auf einigen von Adams persönlichen Erfahrungen und Beziehungen. „Ich
habe eine Handvoll von Erfahrungen gemacht, die mich zum emotionalen Zusammenbruch gebracht haben“, sagte er MTV gegenüber. „Ich denke, dass eine
unglaubliche Kraft aus intimen Situationen entsteht, die du mit jemandem teilst, der sich nicht mehr kontrollieren kann und dir so sehr vertraut, dass er sich völlig gehen
lässt.“ Adam vergleicht den Song mit Aufnahmen von Radiohead oder Goldfrapp mit einem elektronischen aber ruhigen Sound, sehr „ätherisch“.
Das Album schließt mit „A Time For Miracles“, geschrieben von AlainJohannes und der verstorbenen Natasha Shneider und produziert von Rob Cavallo für den Film „2012“. Bei der Filmpremiere sagte Adam MTV gegenüber: „Ich fühle mich geehrt, dass sie mich gefragt haben. Sie sind damit ein Risiko eingegangen, da
mein Album noch nicht fertig war. Also zeigt es Vertrauen, dass sie mich gefragt haben, was mir wiederum eine Menge Selbstvertrauen gegeben hat.“ Im Rolling
Stone kommentierte Adam den Song: „Wir wollten die epische Breite des Films widerspiegeln. Wir wollten die Menschen im Herz berühren. ‚A Time For Miracles’ ist
ein großartiger Song und passt perfekt zum Thema des Films.“ Jetzt habt ihr so viel von Adam selbst über die Songs seines Debütalbums gehört,
dass ihr vermutlich denkt, dass ihr alles wisst, was es über den 28jährigen Sänger zu wissen gibt, der mit seinen Auftritten in der achten „American Idol“-Staffel die
Phantasie der gesamten Nation angeregt hat. Aber es gibt noch eine Menge darüber zu sagen, wie er zu dem Menschen wurde, der er heute ist, und wohin die Zukunft
gehen wird.
Adams Geschichte beginnt in Indianapolis, Indiana, wo er am 29. Januar 1982 als erstes Kind von Leila und Eber Lambert geboren wird. Ein Jahr nach Adams
Geburt nimmt sein Vater einen Job in San Diego an und die Familie zieht nach Südkalifornien um. Sie lassen sich in Rancho Bernardo nieder und vier Jahre später,
als Adams jüngerer Bruder geboren wird, zieht die Familie in das nahegelegene Rancho Peñasquitos, östlich von Del Mar.
Das Haus war voll von Musik, da Adams Vater im College als DJ arbeitete und eine beeindruckende Plattensammlung besaß – darunter Bob Marley, Bob Dylan und
The Grateful Dead. Als er sehr klein war, durfte Adam die Vinylplatten nicht berühren. „Ab einem gewissen Zeitpunkt später ließ er mich die Platten halten“, sagt
Adam, der damals nicht viel Radio hörte. Aber er kaufte Kassetten im örtlichen Plattenladen Wherehouse. „Auf meiner ersten Kassette waren Remixe von Paula Abduls ‚Shut Up and Dance’, die ich super fand. Die ersten CDs, die ich besaß, waren Mariah Careys ‚Emotions’ und Wilson Phillips.“
Adams Eltern bemerkten, wie viel Energie ihr Sohn hatte und versuchten mit allen möglichen Aktivitäten wie Hallenfußball, T-Ball und Schwimmkursen einen
Kanal dafür zu finden. „Sie haben alles versucht“, sagt Adam. „Ich war sehr kreativ und wollte mich verkleiden und Phantasiespiele spielen und Dinge zitieren, also
kamen sie darauf, dass das Theater der angemessene Rahmen sein muss.“ Adam war 10 als er sich einer Kindertheatergruppe anschloss. „Das erste Mal, dass ich
erkannte, dass ich singen wollte, war in einer Produktion von ‚Anatevka’. Ich spielte einen Russen, der ein Solo singt und diesen einen Ton für eine Ewigkeit hält. Das
war ein großer Angebermoment.
Gesangsunterricht folgte und in der High School schloss sich Adam der Chorund Theatergruppe an und sang mit einer Jazz-Band. Mit 16 wurde er Ensemble-
Mitglied einer Freilufttheatergruppe im Balboa Park in San Diego, mit der er „Hello, Dolly!“ und „Camelot“ spielte. Im nächsten Sommer schloss er sich einer anderen
Theatergruppe an und wurde in „The Music Man“, „Grease“ und „Peter Pan“ eingesetzt.
„Zur gleichen Zeit sah ich MTV und hörte mir Popmusik an. Ich war begeistert von Missy Elliott und Britney und Christina und ’N Sync und den Backstreet Boys.“
Aber sein Traum war es, am Broadway aufzutreten. Nach einem kurzen Aufenthalt an der California State University in Fullerton im Studiengang Musik und Theater,
bekam Adam einen Job auf der Schifffahrtslinie Holland America, wo er die männlichen Hauptrollen bei Musical-Revuen spielte. Hier hatte er die Chance, die
Welt kennenzulernen und gleichzeitig an seinem Handwerk zu feilen. Im Anschluss zog er nach Los Angeles, allerdings nicht für lange Zeit. Er wirkte bei einer
deutschen Produktion von Hair mit und blieb im Alter von 21 für ein halbes Jahr in Europa. Nach seiner Rückkehr nach Südkalifornien gab ihm der Intendant David Lee
eine Rolle in der Reprise-Theater-Produktion von „On The Twentieth Century“. Mit seinem neuen Ausweis als Bühnenschauspieler fand Adam Rollen in „Brigadoon“ in
Texas, „110 In The Shade“ im Pasadena Playhouse und in einer Produktion von „Die Zehn Gebote“ im Kodak Theater in Hollywood, in der Val Kilmer in der Hauptrolle
mitwirkte.
Nach seinem Erfolg in „Die Zehn Gebote“ trat Adam in „The Zodiac Show“ im Henry Fonda Music Box Theater – ebenfalls in Hollywood – auf. Mit einem der
Gitarristen der Show-Band gründete Adam die Rockband Citizen Vein. „Wir hatten diesen klassischen Metal-Sound, was für mich ein echter Richtungswechsel war,
aber wir liebten beide Led Zeppelin und wir liebten beide klassischen Rock. Also hatten wir diesen Metallica-Vibe.“ Citizen Vein traten nur dreimal auf, einmal in
Huntington Beach, einmal im „Cat Club“ auf dem Sunset Blvd. und einmal in der „Knitting Factory“ in Hollywood. „Das waren großartige Erfahrungen“, sagt Adam,
„denn es war das erste Mal, dass ich mit einer Band spielte und Songs schrieb. Bei Citizen Vein dabei gewesen zu sein, macht einen großen Teil meiner musikalischen
Entwicklung aus. Ich habe viel gelernt, auch wenn wir niemals richtig losgelegt haben.“
In der Zwischenzeit brachten die großartigen Kritiken, die Adam für „Die Zehn Gebote“ erhielt, ihm ein Casting für die „First National Company“-Produktion von
„Wicked – Die Hexen von Oz“ ein. Er wurde zum Ensemble-Mitglied und zur Zweitbesetzung für die Rolle des Fiyero.
Die Hauptbesetzung des Fiyero fiel nur für wenige Vorstellungen aus und nach seiner Rolle in „Die Zehn Gebote“ wollte Adam mehr. Er verließ „Wicked“ und
wurde für ein Musical in einem Hotel in Lake Tahoe engagiert. „Es war keine große Sache und ich hörte, dass es eine Neubesetzung für die Produktion von „Wicked“ in
Los Angeles geben sollte. Während der zweijährigen Vorstellung im „Pantages“ erweiterte Adam seinen Horizont, schrieb Songs und trat in örtlichen Clubs und Bars
auf. „Ich hatte zwei Tänzer und echt wilde Klamotten.“ Bei der Suche nach neuen Möglichkeiten hatte Adam eine neue Inspiration.
„Die Darsteller von ‚Wicked’ hatten immer ‚American Idol’ laufen und jeder hatte eine Meinung zu jedem Sänger und zu ihren Auftritten und eines nachts sagte einer aus
dem Ensemble, ‚Adam, du solltest zum ‚Idol’-Casting gehen’“. Adam hatte die erste Staffel mit Kelly Clarkson verfolgt und einige Shows in den folgenden Jahren
gesehen. „Ich dachte nicht, dass die Show mich mögen würde. Ich dachte ich, ich sei zu abgedreht.“
Trotz dieser Angst fuhr Adam mit zwei seiner besten Freunde zum Casting für die achte Staffel nach San Francisco. „Ich wusste, dass ‚Idol’ ein Karrieresprungbrett
sein kann.“ Als er vor der Jury stand, sagten ihm Simon und Kara, dass er zu theatralisch sei – eine Bemerkung, die bei ‚Idol’ traditionell negativ belegt ist, aber
Adam sang Michael Jacksons „Rock With You“ und Queens „Bohemian Rhapsody“ und die Jury schickte ihn nach Hollywood.
Weniger als ein Jahr später stand Adam gemeinsam mit Queen auf der Bühne und sang den gleichen Klassiker. Es war das Staffelfinale und als alles vorbei war,
ging Adam als Zweitplatzierter aus der Staffel hervor. Auf seiner „Idol“-Reise sang er Songs aus vielen verschiedenen Genres und
beeindruckte die Jury jede Woche erneut mit Songs wie „Mad World“ („Der Song ist fesselnd und schön, und geht dir ins Ohr. Ich wusste, dass er anders ist und eher
weniger zu ‚Idol’ passt), „Ring Of Fire“ („Ich war wirklich von David Cooks Ansatz aus der Show im Vorjahr inspiriert. Das Country-Motto ist einer dieser Momente, in dem
du einen Song nehmen und ihn so gestalten kannst, dass er zu dir passt, so wie David es mit ‚Billie Jean’ getan hat“), „(I Can’t Get No) Satisfaction“ („Meine Mutter ist
ein riesiger Stones-Fan. Ich habe ‚Satisfaction’ ausgewählt, weil ich mich an echte Ikonen rantrauen wollte“) und „The Tracks Of My Tears“ („Eine Woche vorher hatte
ich ‚Ring Of Fire’ gesungen und damit jeden gereizt und so wollte ich in die entgegengesetzte Richtung gehen und super-adrett und hübsch und akustisch und
bodenständig auftreten“).
Nach dem „Idol“-Finale tourte Adam gemeinsam mit den anderen Top10- Finalisten durch die USA. Noch bevor die Tour losging, hatte er die Billboard Charts
erobert und war in die Hot 100 und die Hot Digital Song Charts eingestiegen. Mit der Veröffentlichung von „For Your Entertainment“ stieg er direkt auf Platz 3 der Billboard
Album Charts ein, wo sich das Album auch heute, nach fast sechs Monaten, noch in den Spitzenrängen hält. Jetzt ist ADAM LAMBERT erstmals live in Deutschland zu erleben.
Noch keine Teilnehmer
Dieses Event weiterempfehlen:





